Ich war noch nie hier – endlich. Die Motorradklamotten bleiben hängen, ich gehe in Zivil zum Frühstück und wundere mich, dass da nur Männer unterschiedlichster Nationalität sitzen …allein, zu zweit und zu dritt.

Die Blonde bleibt stehen und ich laufe zum Bus …da hält man einfach beim Ein- und dann wieder Aussteigen die Kreditkarte an den Automaten. Cool. Auch das Umsteigen in Sloterdijk (vermutlich nicht nach dem noch lebenden Philosophen, aber vielleicht er nach diesem Stadtteil 😉) in die Straßenbahn klappt – mit der komme ich direkt ins Zentrum. Das dauert ein bisschen und der erste Bus geht unterwegs auch noch kaputt, aber wenig später lädt uns der nachfolgende ein.
Tatsächlich eine Fahrradstadt – ich lass mich ein bisschen treiben, muss als Fußgänger aber aufpassen, nicht umgeradelt zu werden.

Schilder zeigen an, dass das Rumrennen mit Alkohol und in-die-Gegend-pinkeln 100 € kostet …hier gibts für alles den richtigen Ort und wie am Vorbeigehen zu riechen ist, eben auch fürs Kiffen die Coffeshops. Es ist so wie ich es mir vorgestellt habe …nur die Hausboote gibt es etwas weiter draußen.







Zu 13.45 Uhr gehe ich zum Van Gogh Museum und bin froh, ein Ticket zu haben für diesen Zeitslot, sonst ist heute der gesamte Tag ausverkauft.

Im Museum fühle ich mich nicht mehr ganz up to date – ich find zwar alles, aber sehne mich nach den Zeiten, wo man irgendwie leise im Museum war und die Bilder mit Abstand betrachtete. Viele rennen nur noch durch und fotografieren jedes Bild. Ich finde – neben den Sonnenblumen und den Kartoffelessern – mein Lieblingsbild aus Schulzeiten.

Außerdem wundere ich mich, wie viele Selbstbildnisse van Gogh in den letzten 5 Jahren seines Lebens malte. Dass er jung starb, wusste ich … und auch sein Bruder, der ihn unterstützte …und spannend, dass dieses Museum auf der Suizidthese beharrt, während Rechtsmediziner inzwischen klar dargelegt haben, dass diese tödliche Verletzung nur aus Distanz erfolgt sein kann. Er war wohl ziemlich irre die letzten 2-3 Jahre, aber gleichzeitig wahnsinnig produktiv am Malen.
Amsterdam ist toll, aber nach dem Museum ziehts mich zurück …vorbei an Kunst mitten in der Stadt und dann wieder raus in meinen etwas ruhigeren Vorort.


Als ich wieder in Ijmuiden bin – trötet der Pott (auf dem ich morgen mitfahre) zur heutigen Abfahrt. Ich lese von meinen Edinburgh-Vermietern, ich möge ohne Motorrad kommen, da derzeit die Motorraddiebstähle in der Stadt zunehmen. Na, die sind süß 😊 (ich habe ein zusätzliches Scheibenschloss von meinem Sohn bekommen, was auch noch einen lauten Alarm scharf stellen kann – das kriegen wir schon – die Blonde bleibt bei mir).
Ich lese allerdings gerade, dass der Motorraddiebstahl in Edinburgh tatsächlich ein Problem ist – Jugendgangs klauen sehr systematisch.
Liebe Birgit,
deine Bilder wecken schöne Erinnerungen an diese riesige, lebendige Radelstadt. Die Radwege in den Niederlanden sind wirklich genial, über dem gesamten Land liegt ein Knotenpunktsystem, wo du an die schönsten Orte navigiert wirst, eine App gibt’s dazu natürlich auch. Der Rucksack hing da übrigens vor ca. 3 Wochen auch schon😉. Ich wünsche dir für morgen eine ruhige Überfahrt und freue mich schon auf deine nächsten Einträge.
Liebe Grüße, Manuela
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Das ist ja witzig, dass dir der Rucksack auch aufgefallen ist. 😉🙋🏻♀️
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Ich lass‘ mal liebe Grüße hier und wünsche eine wundervolle Zeit.
Ich bin gespannt auf die hier geteilten Eindrücke.
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Das freut mich sehr – danke und liebe Grüße aus dem Möwenlärm zurück 🙋🏻♀️
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Da hattest du ja einen tollen Tag mit vielen schönen Sachen und gutem Wetter. Genieße den restlichen Abend, ehe es morgen weiter geht. Ohne Motorrad kommen ist ja putzig. Gut anschließen und vielleicht auch in Sichtweite. Gute Fahrt morgen. LG Herbert und Martina von der Müritz
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Die haben jetzt schon mehrfach geschrieben. Ich glaube, da sind Gästen die Bikes vom Hof geklaut worden und das brauchen sie nicht nochmal. Wer braucht das schon 🤷🏻♀️
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Das ist ja schön da in Amsterdam. Mit dem Museum kann ich Dir nachfühlen, so ähnlich ging es mir in Wien bei Klimt, kaum eine Möglichkeit sich im Bild zu verlieren vor lauter schwatzenden und fotografierenden Menschen. Ich wünsche Dir morgen eine ruhige nd schöne Überfahrt auf die Insel
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Das tröstet mich ja, dass es dir auch so geht. Danke – ich werde berichten 😊
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Liebe Birgit, es freut uns, dass du gut angekommen bist. Amsterdam ist eine so schöne Stadt. Bin echt gespannt, wie dir Edinburgh gefallen wird. Hoffentlich hast du eine entspannte Fährfahrt.
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…det stimmt, Amsterdam ist sehr schön. Morgen Abend bin ich in Edinburgh – das kenne ich schon vom Küstenwanderweg mit Clara vor etwa 4 Jahren. Da wusste ich allerdings noch nicht, dass man da so gerne Motorräder klaut. Danke, dass ihr dabei seid …da kann eigentlich nichts passieren. 😊🙋🏻♀️
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Deine Blonde ist so gut abgesichert, da wird nix passieren. Bist du eigentlich Landstraße oder Autobahn gefahren? LG Thomas
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Guck gern mal unter Edinburgh und Motorraddiebstahl im Netz 😉 …bin Autobahn bis Amsterdam gefahren – mal sehen, ob ich das zurück anders mache.
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