Tag 24: Ruhe, Wind und Sonne am Southend

Ich bin hier doch nicht so allein wie ich dachte – über mir ist manchmal jemand und in der Scheune arbeitet Donald ab und zu und nebendran ist ein kleines Summer Cottage, wo abends eine Frau zurück kommt. Auch gut. Es ist einsam genug.

Gegenüber am Strand machen Camper abends ein Feuer und ich leg mich nach einer heiẞen Wanne ins Bett, lausche Wind und Wellen und schau aufs Wasser.

Hier neben mir gibt es den Dunaverty Rock und da stand mal das Dunaverty Castle – offenbar strategisch mit kurzer Distanz zu Irland wichtig, denn hier wechselten die Eigentümer auch öfter.

Im Bürgerkrieg 1647 belagerten Cromwell-Anhänger diese Festung und töteten 300 (wieder auch wie im Glen Coe Tal) MacDonald-Clan-Leute …nachdem sie sich schon ergeben hatten, deshalb heißt der schöne Fels auch Blood Rock.

Der Dunaverty Rock und das größere Dacheckchen ist mein Häuschen – das kleinere das Summer Cottage daneben.

Ich lese vormittags endlich das Buch weiter, was ich schon länger bei mir habe „Im Grunde gut“ von Rutger Bregman, der nachweist, dass der überwiegende Teil der Menschen (sogar im Krieg) gut ist …und dass die eher pessimistischen Sichtweisen in Literatur oder Politik auf die Lebensgeschichten der konkreten Personen zurückgehen und fälschlicherweise für realistische Gesamteinschätzungen gehalten werden. Das Buch tut gut und ich lasse mein Zimmer unabgeschlossen als ich am Wasser um die Bucht laufe.

warme Empfehlung 😊

Es wird wundervoll sonnig und ich sehe Austernfischer und Robben …gehe eine größere Runde und kriege im Golfclub sogar was zu essen und mit einer Frau am Nebentisch unterhalte ich mich fast. Sie ist Schottin, er Engländer und sie kennen Deutschland, aber im Osten höchstens Berlin …also erkläre ich, dass Dresden bei Berlin liegt 😉

Die Robbe sonnt sich auch.

Im Grunde ist es gar nicht einsam hier, aber man muss niemanden sehen …alle sind sehr dezent und es ist eigentlich tolles Motorradwetter heute 😅

Ich klettere zum Abend nochmal auf den Felsen hinterm Haus.


8 Gedanken zu “Tag 24: Ruhe, Wind und Sonne am Southend

  1. Traumhaft schön! Wie bist Du denn auf dieses schöne Flecken Erde gekommen? Und die Lektüre klingt interessant. Ich wünsche Dir ein gutes MitDirSein! Liebe Grüße und Danke für die schönen Fotos und die Geschichte der Region. Liebe Grüße Birte

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    1. Ach – ich hab unterwegs auf der Suche nach nem schönen Ort für ein paar Tage bei Airbnb geguckt …und das sah schön aus und war noch frei. Der Gastgeber war als sehr nett beschrieben und das ist er auch. Manchmal isset so einfach. 🤷🏻‍♀️

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  2. Liebe Birgit, sehr schön dass du heute Sonne hattest und die Natur genießen konntest ,auch ohne Motorrad,mal. Die Landschaft sieht fantastisch aus zur Erholung. LG Martina

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    1. Liebe Martina, ja – es ist herrlich hier. Gerade ist Ebbe …und es wird wieder etwas frischer zum Abend. Da komme ich wieder zum Lesen. Liebe Grüße nach Waren 😊🙋🏻‍♀️

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  3. So eine schöne Landschaft, was für ein Glück, das dafür auch das Wetter mal gepasst hat und das Haus sieht sehr schön aus von außen. Ich kenne das aber auch, erstmal fremdeln wenn es unbekannt und nicht gleich gemütlich ist.. nützt nix als sich drauf einlassen, eine Nacht drüber schlafen, dann wird es schon. Das Buch klingt toll, gut dass du den Titel nochmal erwähnt hast ☺️. Schöne Tage noch an diesem schönen Ort!

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    1. Danke dir und es wird heimischer …der ganze Urlaub ist ein einziges ständiges Einlassen und das geht besser als erwartet. Und jap – das Buch ist gut und überzeugend. Liebe Grüße in deinen hoffentlich schönen Abend 🙋🏻‍♀️

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